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Das Thai-Restaurant befindet sich direkt am „Platz der Republik“ (ja den gibt es auch in Frankfurt), am Ostrand des Gallus-Viertel und erfreut sich laut „Reiseberater“ einer großen Beliebtheit. In meinem Primärziel, dem „Moriki“, war an diesem Samstagabend kein Platz mehr zu bekommen, nicht einmal über das OpenTable-Reservierungsportal. Also musste kulinarisch Ersatz geschaffen werden. Da lob ich mir doch die Listen vom „Advisor“, bei dem das „Toh Thong“ in den „Top Ten“ rangiert. Und das unter knapp 2000 Restaurants. By the way: in unserer GG-Community war der Laden noch nicht mal gelistet.
Soweit, so gut. Den Anruf zur Platzsicherung hätte ich mir schenken können, da man hier grundsätzlich keine Tische reservieren kann. Ob die „Reserviert-Schildchen“ auf den Tischen nun zur Deko gehörten oder lediglich ein paar Tische zur Überfüllungsprofilaxe „scheinreserviert“ waren, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht kann man ja doch reservieren, aber eben nicht jeder.
Der erste Eindruck des verglasten, zweistöckigen Thai-Restaurants war ein richtig guter. Landsleute standen am Herd, was ein kurzer Blick in die Küche verriet. Einige von ihnen arbeiteten im Service und saßen als Gäste an den Tischen. Ein gutes Zeichen. Es war noch deutlich vor 19 Uhr, als wir das „Toh Thong“ betraten und sowohl im Außenbereich (etwas lärmig wegen der vielbefahrenen Kreuzung zwischen Mainzer Landstr. und Düsseldorfer Str.) als auch im 1.OG noch reichlich Plätze frei. „Der frühe Esser sitzt beim Thai!“ – ein Motto, das auch hier funktionierte. Wir nahmen in der nicht ganz so belebten oberen Etage Platz. Durch die Verglasung konnte man am bunten Großstadttreiben von gediegener Warte aus teilhaben.
Mein Blick fiel über die Balustrade nach unten. So konnte ich den Gästen im Erdgeschoss direkt auf die Teller schielen. Hmm, was die da für herzhafte Leckereien in sich hinein schaufelten. Ich war gespannt auf die Speisenkarte, die sich auch online hervorragend einsehen lässt, worauf ich im Vorfeld jedoch bewusst verzichtet habe.
Schnell wird uns klar, dass unsere Essenswahl keine einfache wird. Die Palette an wohlklingenden Thai-Gerichten ist beachtlich. Dazu lässt sich nahezu jedes Gericht mit Tofu, Huhn, Schwein, Rind, knuspriger Ente oder Garnelen kombinieren. Salate, Suppen, Fingerfood, diverse Currys, Wokgerichte und ein paar Spezials ergeben ein reichhaltiges Programm, das die Entscheidung erschwert. Was tun? Zuerst einmal einen thailändischen Eistee mit Zitrone (2,70 Euro) gegen die allgemeine Unterzuckerung. Und dann als Vorspeise die „Toh Thong Platter“ für 2 Personen (12 Euro). Darauf befanden sich hausgemachte Mini-Frühlingsrollen, Hähnchenspieße, frittierte Chickenwings und Schweinerippchen. Ein guter Fingerfood-Querschnitt, der mit Chili- und Erdnuss-Sauce gereicht wurde und für beiderseits fettige Fingerchen sorgte. Von der Menge her war das wirklich eine Vorspeise, die im Magen noch genügend Platz für die Hauptgänge ließ.
Mein Kollege hatte sich für das „Yellow Curry“ (8 Euro) in der Hühnerversion entschieden. Das kam in einem kleinen Tontöpfchen und in seiner delikat duftenden Sauce aus Kokosmilch waren neben den Hühnerstückchen noch Bohnen, Zwiebeln und Kartoffeln enthalten. Von der Schärfe her war das leicht pikant, einem gelben Curry durchaus würdig. Hinter meiner Nummer 51 verbarg sich ein lecker duftendes Wokgericht namens „Phad-Gaphao“, das ich mit knusprig gebratener Ente orderte (9 Euro). Unter der in saftigen Tranchen obenauf liegenden Entenbrust tummelte sich allerlei in pikanter Sojasauce gebratenes Gemüse (grüne Bohnen, Paprika, Sojabohnen), das geschmacklich kraftvoll umami war. Gut, dass ich bei der Frage nach der Schärfe die sanftere Gangart gewählt hatte. Sie reichte mir völlig aus. Genau wie die Portionsgrößen, die uns angenehm gesättigt in die Frankfurter Nacht entließen. Würde ich in der Mainmetropole leben, wäre die Düsseldorfer Straße sicherlich mein „Food-Revier“.