"Edler Türke - beste Lage - freundlicher Service - Küche sollte sich noch steigern"
Geschrieben am 19.06.2016 2016-06-19

"Update aus dem Chilli Club -leckere asiatische Speisen"
Geschrieben am 30.05.2016 2016-05-30 | Aktualisiert am 30.05.2016

"Ein gastronomisches Start up en miniature mit Standards der italienischen Pizza- und Pastaküche. Engagiert und durchaus schmackhaft ist, was auf den Teller kommt, aber die Einmannküche strapaziert die Geduld der Gäste"
Geschrieben am 15.05.2016 2016-05-15

"Dank gastroguide ein sehr gutes Lokal gefunden........."
Geschrieben am 12.05.2016 2016-05-12 | Aktualisiert am 12.05.2016

"Wiederholungsprüfung: Küche mit ordentlicher Hausmannskost, aber ein überforderter, hilfloser Service, der die Geduld der Gäste strapaziert"
Geschrieben am 06.05.2016 2016-05-06

"Diese Katze hat es in sich!"
Geschrieben am 05.05.2016 2016-05-05 | Aktualisiert am 05.05.2016

"Altes Eiscafé in der Vegesacker Fußgängerzone"
Geschrieben am 28.04.2016 2016-04-28

"Echte Italienische Küche in Vegesack am Botschafter Duckwitzplatz"
Geschrieben am 28.04.2016 2016-04-28

"Innenstadtgrieche mit unrundem Service und mittelprächtiger Küche"
Geschrieben am 10.04.2016 2016-04-10 | Aktualisiert am 10.04.2016

"Leidenschaftliche Gastronomie im Leopolds"
Geschrieben am 10.04.2016 2016-04-10 | Aktualisiert am 10.04.2016

"Gute Burger und Steaks im hippen Ambiente"
Geschrieben am 03.04.2016 2016-04-03 | Aktualisiert am 03.04.2016

"3 Chancen, 3 Treffer!"
Geschrieben am 02.04.2016 2016-04-02 | Aktualisiert am 03.04.2016

"Beim pittoresken Hulsberg-Sarden trink ich gern mein Feierabend(craft)bier!"
Geschrieben am 01.04.2016 2016-04-01

"Apartes River-Restaurant direkt an der Wasserkante mit erkennbar mediterraner Ausrichtung und einem sensationellen Angebot zum Mittagstisch"
Geschrieben am 30.03.2016 2016-03-30

"Ambiente sehr gut, Service gut, All..."
Geschrieben am 30.03.2016 2016-03-30

"Rustikal, gemütlich"
Geschrieben am 29.03.2016 2016-03-29

"Abwarten und Teetrinken lässt es sich in diesem gemütlichen Stübchen des historischen Bremer Schnoorviertels besonders gut"
Geschrieben am 27.03.2016 2016-03-27 | Aktualisiert am 27.03.2016

"Schicker, von „ due fratelli“ geführter Eckitaliener, in dem auch kulinarische Blinddates gelingen"
Geschrieben am 25.03.2016 2016-03-25

"Einfach, gut, einfach gut!"
Geschrieben am 24.03.2016 2016-03-24

"Respektable (Not-)Lösung"
Geschrieben am 21.03.2016 2016-03-21 | Aktualisiert am 21.03.2016

Im Frühjahr 2016 hat das Adost in den Räumen des früheren Sailor`s Inn im Schulschiffhaus eröffnet. An der Lesummündung mit dem Schulschiff Deutschland (Dreimaster und zu besichtigen) vor der großen Front mit Terrasse und Balkon und Blick auf die Weser hat das Adost die wohl prominenteste maritime Lage Bremens.
Die türkischen Inhaber haben viel Geld in die Hand genommen und ein Restaurant im gehobenen türkischen Stil geschaffen. Ich finde das mutig, weil es in Vegesack mit dem Shelale bereits ein etabliertes anatolisches Lehmofenrestaurant gibt.
Am besuchten Samstagabend ab 18:30 bis vielleicht 21:30 Uhr waren eher wenige Tische besetzt. Die Fußball-EM und insbesondere Ramadan mögen das erklären. Für den späteren Abend erwartete man im Adost noch einen großen Andrang wohl fastenbrechender Türken. Ich vermute einmal, dass das Adost zum Essen- und Ausgehen eine größere Anziehungskraft auf türkische Gäste ausübt, als das eher biedere Shelale. Zur frühen Stunde waren auch einige junge und kopftuchfreie Türkinnen zu beobachten, die wir im Shelale noch nicht gesehen haben. Ansonsten deutsches Paarpublikum.
Insgesamt ist das Adost für Vegesack ein Gewinn und ich wünsche den jungen Wirten viel Erfolg.
Die Homepage funktioniert noch nicht; sie soll unter der Adresse www.adost.de aufrufbar sein. Einige Fotos vermittelt die Facebookseite: https://www.facebook.com/adosthb/.
Beim Preis-Leistungsverhältnis schlägt die Investition durch: Das Standardgericht Adana Kebab liegt bei 15,90 € und damit noch über dem Preis im Tendüre (14,90 €) und deutlich über dem im Shelale (12,90 €). Da ich betriebswirtschaftliches Verständnis für die hohe Investition habe, sind im Quervergleich mit Tendüre, Shelale und Charisma 3,5 Sterne zu vergeben.
Service:
Junge türkische Männer und eine junge Frau versorgen die Gäste. Weißes Hemd, schwarze Krawatte und eine schwarze Weste sind ihr Erkennungszeichen. Einer der jungen Chefs ist vom Uniformzwang befreit und verabschiedete uns mit Handschlag.
Unser Kellner war sehr freundlich und wie die übrigen Bediener nicht auf den Mund gefallen, so dass eine offene, mit leichtem Sinn für Ironie versehene Kommunikation herrschte, wie ich sie mag.
Ein Fauxpas geschah, wurde aber in unserem Sinne bereinigt: Wir machten klar, nach der Vorspeise eine Pause bis zu den Hauptspeisen gewährt zu bekommen. Wir einigten uns dann auf die beste Lösung, dass unser Kellner nachfragt, wann es denn mit den Hauptspeisen passe. Das ging in die Hose. Zwei Hauptspeisen wurde ohne Aufforderung viel zu früh von einem anderen Bediener gebracht. Unsere Entrüstung parierte er sofort und nahm die Speise wieder mit. Danach wurde abredegemäß gefragt.
Ansonsten passte die Versorgung mit Getränken und Speisen.
Gezapft wird Warsteiner und König Ludwig Dunkel, 0,3 l für stolze 2,90 €. Eine Flasche Wasser 0,75 l kostet 5,50 €. Auf der Karte kein Wein. Ich dachte spontan, es gäbe wohl eine Weinkarte. Fehlanzeige: Auf Nachfrage sagte der Kellner drei Weine auf und ich wählte den Shiraz, der ordentlich war und mit 5,00 € auf dem Bon stand. Angesichts des Aufwands und Anspruchs ansonsten, wurde hier am falschen Ende gespart und da sollte nachgebessert werden.
Ausgegeben wurde zum Abschied ein Raki.
Für den Service gerne knappe vier Sterne.
Essen:
Im Untertitel führt das Adost "Ocakbaşi" (Grillrestaurant) und "Mediterrane Küche". Mit dem mediterranen sollen wohl die neun Pizza- und Pastagerichte der Karte erfasst werden. Ansonsten bilden die kalten und warmen Vorspeisen sowie die Hauptgerichte Standards der türkischen Küche ab. Die Auswahl ist - wieder im Quervergleich - überschaubar. Die Karte folgt dem Prinzip "was gut geht". Leber oder gar Kutteln finden sich nicht. Schade auch, dass "Weißkäse" verwendet wird, also der Salzlakenkäse aus Kuhmilch und kein Schafskäse.
Unverzeihlich gar, dass unsere liebste türkische Vorspeise, das scharfe Ezme (aus Tomate, Paprika, Zwiebel, Petersilie zubereitet) nicht auf der Karte steht!
Wir wählten Adost Meze, warme und kalte Vorspeisen für vier Personen für 18,90 €. Für den Preis wird viel auf den Tisch gestellt: Fladenbrot, gefüllte Blätterteigrollen, Minipizzen (Lahmacun), Weinblätter, Oliven, Pepperoni, Bohnensalat, Humus, Auberginenpüree, Tsatsiki, Knoblauchjoghurt. Gut gefielen mir das Humus, das Auberginenpüree sowie die Minipizzen. Das war wohl auch die Mehrheitsmeinung am Tisch. Beim Fladenbrot würde ich die fortwährend frisch gebackene Variante des Shelale eindeutig vorziehen; meine ständige Begleiterin widersprach dem!
Als Hauptgerichte hatten wir Iskender Kebab (15,90 €), Ali Nazik (15,90 €), Patlican Kebab (17,90 €) und Tavuk Sis (15,90 €) gewählt. Iskender Kebab ausgenommen, wurde zu den drei anderen Gerichten ein Beilagensalat mit einem großen Salatblatt, Raukenblätter und wenig angemachter Gurke und Tomate gereicht, auf den Tellern mit den Grillspießen als Basis Bulgur und Streifen vom Fladenbrot sowie der Knoblauchjoghurt in einem Schälchen (Patlican Kebab und Tavuk Sis). Immer dabei die Grilltomate und eine nicht scharfe Grillpeperoni.
Mein Patlican Kebab bestand aus einem Spieß mit Lammhackröllchen und großen Auberginenstücken, bereits vom Spieß befreit serviert. Dass Lammhack war gut gewürzt und gefiel mir. Die Auberginen nicht durchgegart und ungewürzt eine Enttäuschung.
Auf den anderen Tellern gefiel mir der Joghurt auf dem Fladenbrot zum Kalbfleischdöner (Iskender Kebab) und das gegrillte Lammfleisch auf pürierten Auberginen mit Joghurt (Ali Nazik). Der gegrillte Hähnchenspieß sah aus der Ferne etwas sehr dunkel aus, soll aber nach Bekunden der Eigentümerin zartes und wohlschmeckendes Fleisch aufgewiesen haben. Leicht moniert wurde, dass das Essen nicht richtig heiß gewesen sei und das gegrillte Lammfleisch (Ali Nazik) auch sehnige Stücke aufwies. Die Portionsgrößen waren ordentlich.
Ich fand das Fleisch der Hauptgerichte überzeugend im Geschmack und gut gegrillt. Da die üblichen Mitspieler Bulgur, Brot, Tomate und Peperoni keine Geschmacksbomben sind, sollte die Rezeptur der jetzt langweiligen Knoblauchjoghurtsoße überdacht werden, besser noch wäre ergänzend eine leicht scharfe rote Soße zu den Grillgerichten. Auffällig übrigens, dass kein Pul Biber auf den Tischen zum individuellen Nachschärfen steht.
Zieht man ein Resümee für die diversen Vorspeisen und Grillgerichte, dann ist noch Luft nach oben, die ich mal mit 1,5 Sternen Abzug von der Bestnote ausmesse.
Auf das Haus gab es eine großzügige Platte mit Obst und anatolischem Dessert von der süßen Sorte.
Ambiente:
Hier kann das Adost punkten. Teilweise an der Grenze zum Prunkigen (Eingang mit rotem Teppich und roter Kordel auf Pfosten mit Messingköpfen). Aber im Innenbereich weitgehend stimmig. Man sitzt auf bequemen braunen Sesseln an ausreichend großen Tischen mit doppelter Tischwäsche. Die Sitzbank gegenüber der bodentiefen Fensterfront im Parterre etwas niedrig für normalwüchsige Menschen.
Der Boden weist eine helle Holzplankenoptik auf. An der hohen Wand mit Sitzbank eine feine Riemchenoberfläche, die durch die angebrachte Bilddeko nicht gewinnt. Der Hingucker vor dem Tresen mit der Deckenhöhe über beide Etagen ein großer Lüster.
Auf den Toiletten wohl noch der Status aus Zeiten des Sailor`s Inn und kein Sultanluxus.
Neben den beiden Restaurantetagen gibt es eine gut möblierte Terrasse und einen breiten Balkon zum Draußensitzen. Teilweise sind "loungige" Möbel gestellt. Das macht durchaus einen Sinn, denn das Adost hat freitags und samstags von 11:30 Uhr bis "Ende" geöffnet (sonst ist um 22:30 Uhr Schluss, sonntags um 22:00 Uhr), so dass viel Zeit zum Verweilen ist (was z. B. eine Cocktailkarte verdienen würde).
Sauberkeit:
Das Adost macht einen sehr gepflegten Eindruck.