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Siehe da! Im Juli 2017 eröffnete die Seezeitlodge Hotel & Spa. Die tolle Homepage machte Lust auf einen Besuch, ein Blick in die kreative Speisekarte noch mehr. Bei den Desserts stolperte ich über: Roggeneis! Und so ein Dessertfan bin ich gar nicht. SOFORT möchte ich das probieren! Außergewöhnliche Eissorten interessieren mich immer, die mache ich auch selbst.
Also angerufen um einen Tisch zu reservieren. Aber: Die freundliche Dame am Telefon eröffnete mir leider, dass am 2. Wochenende des Jahres kein Tisch mehr frei ist, auch nicht am nächsten Samstag. Aber am Sonntag! Ich reservierte sofort und kurz darauf konnte ich den Tisch auf 4 Personen erweitern. Die Saarschmeckers schlossen sich an, Kollege Saarschmecker hat seine Fotos bereits eingestellt.
Für 18.00 Uhr hatte ich reserviert. Wir fuhren etwas früher los, ich wollte den See und den futuristischen Bau gerne noch im Hellen sehen. Gegen 16.30 Uhr trafen wir ein, am Tag zuvor hatte es geschneit. Ein kleiner Spaziergang am See und rund um den futuristischen, mit Holzlamellen verkleideten Neubau.
Irgendwie erinnert mich der langgezogene 3-geschossige Bau an ein Kreuzfahrtschiff mit Kurs auf den Bostalsee. Die Architekten hatten sicherlich andere Gedanken.
Der Haupteingang des Hotels ist für mich der leider am wenigsten einladende Part des Gebäudes.
Viel Beton, es erinnert an eine Schleuse. Ein Baum vorm Eingang ist wunderschön mit Mistelzweigen und kleinen Lichtern dekoriert.
Gleich nach dem Betreten des Gebäudes sind wir allerdings begeistert. Rechts die Rezeption. Geradeaus der Barbereich mit einem tollen Loungebereich und Blick durch bodentiefe Fenster auf den See.
Alles sehr offen, hell, bequeme Sitzgelegenheiten,viel Holz, harmonische Farben und steuerbare Beleuchtung schaffen absolute Wohlfühlatmosphäre. An der Decke „schweben“ LED-Kerzen – schön. Es gibt eine Bücherecke.
Wir nahmen an der Bar NOX Platz
und 2 gut gelaunte Barkeeper verbreiteten nicht nur gute Laune sondern auch Getränke und kleine Snacks. Beim Eintreffen der Saarschmeckers wechselten wir in den Restaurantbereich.
Vorbei am Fenster der einsehbaren Küche.
Im Restaurant wurden wir herzlich vom Service empfangen und zum reservierten Tisch begleitet. Schlicht, aber mit Stoffservietten, Salz- und Pfeffermühle eingedeckt. Das rustikale Besteck, optisch „messing-matt“, hat mir persönlich nicht gefallen. Mit dem großzügigen runden Tisch auf der Empore hatten wir richtig Glück.
Im übrigen Restaurantbereich stehen die Tische größtenteils deutlich zu eng. Die Tische werden allerdings benötigt: Im Laufe des Abends waren alle Tische besetzt.
Die Karten wurden von der freundlichen jungen Dame geöffnet gereicht und erste Getränkewünsche abgefragt. Vöslauer Mineralwasser, 0,75 l - € 5,50, wurde gleich bestellt.
Für den Aperitif schauten wir erst mal in die Karte und wählten dann den Riesling Winzersekt, Edition LUMI, € 4,50 / 0,1 l. Eine gute Wahl. Die Getränke wurden zügig und gut gekühlt serviert.
Die Speisekarte ist wohltuend übersichtlich und gut sortiert. Bis auf „SchniPoSa-Kandidaten“ wird hier sicherlich jeder fündig.
Als Küchengruß servierte man uns pro Paar ein kleines hausgebackenes Brot im Stoffkörbchen. Das Brot noch warm und duftend, perfekte Kruste und Krume.
Das Rezept konnte ich der netten Servicemitarbeiterin leider nicht entlocken. Dazu gab es eine cremige Kräuterbutter, serviert auf einem Kieselstein.
Mein Mann und ich entschieden uns als Vorspeise für:
Blattsalate, Karotten-Ingwerdressing, Wildkräuter, Gehobeltes Gemüse - € 7,00.
Die Vorspeisen wurden recht zügig nach der Bestellung serviert. Frische Blattsalate, fein gehobelte bunte Karotten, angeröstete Kerne.
Das leichte Dressing ganz wunderbar mit dezenter Ingwernote abgeschmeckt.
Zum Hauptgang wählte mein Mann:
Weißer Heilbutt, Olivenfond, Meeresfenchel, Geröstete Paprika - € 22,00
Schön angerichtet wurde serviert. Der Heilbutt butterzart, grätenfrei und sehr saftig. Die Beilagen harmonierten hervorragend mit dem Fisch. Die Salicornes hätten noch etwas mehr Biss haben dürfen, aber das ist Geschmackssache.
Ich wählte mein erstes Fleischgericht des neuen Jahres:
Gegrilltes Rinderfilet, Markkruste, Pilzreduktion, Kartoffel-Trüffelpüree - € 34,00
Die Bedienung fragte, ob das Fleisch medium sein dürfte. Ich sagte ihr, es dürfe auch gerne medium-rare sein. Wurde notiert. Und mit absolut perfektem Gargrad geliefert.
Ob das Fleisch sous vide gegart und rückwärts gebraten wurde? Anders kann ich es mir nicht erklären. Zugegeben: Ich esse selten Fleisch. Aber hier hat es sich gelohnt und ein besseres Rinderfilet habe ich noch nie gegessen. Obenauf die dunkle Markkruste, nicht krustig. Eher eine zarte „Markhaube“ - wunderbar aromatisch. Der frisch gehobelte Trüffel ging leider geschmacklich etwas unter. Die Beilagen überzeugten auch hier. Luftiges Püree, feine Kräutersaitlinge und eine wunderbare Jus!
Zum Essen wählte mein Mann den Grauburgunder, Mosel, Weingut Petgen-Dahm - € 4,50. Den kennen wir, im Dezember haben wir ein wenig in diesem Weingut eingekauft.
Ich entschied mich für den trockenen Schiefer Riesling, Saar, Weingut van Vloxem - € 5,00. Die mineralisch-fruchtigen Rieslinge mag ich sehr, ich wurde nicht enttäuscht.
Der Service war stets zur Stelle. Freundlich und gut gelaunt machten wirklich alle einen tollen Job. Das sah alles nach guter und motivierter Teamarbeit aus. Ich hoffe, es ist so und es bleibt so. Gut für die Mitarbeiter und die Gäste.
Fragen zwischendurch, ob alles schmeckt. Geschirr wurde schnell abgeräumt, Getränke zügig serviert. Nichts zu beanstanden.
Dann endlich das Dessert! Crème Brûlée, Cassis Feigen, Roggen Eis - € 6,00 für meinen Mann und mich.
Die Crème Brûlée im separaten Förmchen. In der anderen Schale die fruchtigen Cassis Feigen und das Roggeneis! Das Roggeneis hat mich absolut begeistert! Ein feines nussiges Aroma, aber auch etwas malzig. Leider, leider, war das Eisbällchen sehr klein. Ob man sich hier nicht getraut hat, mehr von der ungewöhnlichen Komposition zu liefern?
Bar, Restaurant und Toiletten sind ebenerdig zu erreichen. Betritt man die Toiletten, erstaunt es sehr im Birkenwald gelandet zu sein.
Eine tolle und regionale Idee, hier den angrenzenden Nationalpark einzubinden. Die Wände mit Spiegeln verkleidet, davor stehen in engen Abständen Birkenstämme.
Das war ein richtig toller Abend. Preis-Leistung top, insbesondere bei den Getränkepreisen.
Hier wurde viel und richtig gut und durchdacht investiert.
Wir wurden freundlich verabschiedet und werden sicherlich bald wiederkommen. Und auf jedem Fall im Sommer, aber auch früher. Auf der Terrasse mit Blick auf den See genießt es sich bestimmt noch besser. Wir fahren ca. 35 Minuten zum Bostalsee, eine Übernachtung ist da eigentlich nicht nötig. Aber manchmal ist „unnötig“ unbedingt erstrebenswert. Eine Übernachtung hier am See, der Wellnessbereich soll grandios sein! Das Hotel ist wohl seit der Eröffnung stets ausgebucht - also auch wenig Hoffnung auf ein Schnäppchenangebot für Nachbarn aus Rheinland-Pfalz!